Was ist Osteopathie? – Ganzheitliche Behandlung mit den Händen
- Praxis für Osteopathie - Josephine Schulz
- 19. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Viele Menschen hören den Begriff Osteopathie, wissen jedoch nicht genau, was sich dahinter verbirgt. Ist Osteopathie eine Form der Physiotherapie? Handelt es sich um Massage oder um eine alternative Heilmethode? Und bei welchen Beschwerden kann sie überhaupt sinnvoll sein?
In diesem Beitrag erfahren Sie, was Osteopathie ausmacht, wie eine Behandlung abläuft und warum sie den Menschen immer als Ganzes betrachtet.
Die Geschichte der Osteopathie
Die Osteopathie wurde 1874 vom amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828–1917) begründet. Still verstand den menschlichen Körper als Einheit von Struktur und Funktion. Gesundheit sah er als einen Zustand, in dem alle Körpersysteme frei beweglich sind und harmonisch zusammenarbeiten.
Der Begriff „Osteopathie“ setzt sich aus den griechischen Begriffen osteon („Knochen“) und pathos („Leiden/ Beschwerden“) zusammen. Andrew Taylor Still betonte jedoch selbst, dass der Name nicht auf eine Erkrankung der Knochen hinweisen sollte. Vielmehr wollte er damit seine intensive Beschäftigung mit Anatomie, Bewegung und den Zusammenhängen des menschlichen Körpers zum Ausdruck bringen. Osteopathie versteht den Körper als funktionelle Einheit, in der Beweglichkeit und das Zusammenspiel aller Strukturen eine zentrale Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden spielen.
"Find it, fix it, leave it" - A. T. Still
Was versteht man unter Osteopathie?
Osteopathie ist eine eigenständige Form der manuellen Medizin, bei der Funktionsstörungen des Körpers mit den Händen untersucht und behandelt werden. Dabei steht nicht nur das einzelne Symptom im Mittelpunkt, sondern der Mensch in seiner Gesamtheit.
Unser Organismus besteht aus unzähligen Strukturen, die direkt oder indirekt mit einander verbunden sind.
Die Osteopathie bezieht sich auf die Beweglichkeit des Körpers in seiner Gesamtheit, aber auch auf die Eigenbewegung der Gewebe, einzelner Körperteile und Organsysteme sowie deren Zusammenspiel. Dieses Zusammenspiel steht außerdem mit der psychischen Basis sowie den individuellen Gegebenheiten des Patienten in engem Zusammenhang.
Die Entstehung von körperlichen Beschwerden ist auf die Erschöpfung der selbstregulierenden Kompensationsmechanismen des Organismusses zurück zu führen. Der Körper kann sich nun nicht mehr an äußere und innere Einflüsse anpassen.
Die osteoapthische Behandlung ermöglicht es genau diese Mechanismen zurück zu verfolgen, die Ursache für die Beschwerden zu suchen und darauf hin einen Raum bzw. einen Anstoß für die körpereigenen Selbstregulation- und Heilungskräfte zu geben.
Für wen eignet sich Osteopathie?
Osteopathie eignet sich für Menschen jeden Alters – vom Säugling bis ins hohe Alter. Auch Schwangere, Säuglinge, Kinder und ältere Menschen können – je nach individueller Situation – von einer osteopathischen Behandlung profitieren. Osteopathie kann bei funktionellen Beschwerden des Bewegungsapparates sowie in vielen Lebensphasen eine sinnvolle Ergänzung zur medizinischen Versorgung sein.
Ob bei akuten Beschwerden, wiederkehrenden Schmerzen oder zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens – Osteopathie bietet einen ganzheitlichen Behandlungsansatz für unterschiedliche Lebenssituationen.
Viele Menschen entscheiden sich für eine osteopathische Behandlung, wenn sie eine individuelle Ergänzung zur schulmedizinischen Versorgung wünschen. Gleichzeitig kann Osteopathie auch präventiv dazu beitragen, Spannungen abzubauen, die Beweglichkeit zu fördern und das natürliche Gleichgewicht des Körpers zu unterstützen.
Typische Beschwerdebilder weswegen ein Osteopath aufgesucht wird:
Gelenk-, Muskel- und Sehnenbeschwerden
Schmerzen und Verspannungen im Kopf-, Nacken- und Kieferbereich
Stressbewältigung
Menstruationsbeschwerden
Somatoforme Störungen
Chronische Schmerzzustände
Rückenschmerzen
Migräne- und Kopfschmerzen
Beschwerden nach Operationen und Unfällen
Babys/ Kinder
Begleitung von Schwangeren vor und nach der Geburt
Verdauungsbeschwerden
Gibt es Situationen, in denen zunächst eine ärztliche Untersuchung erforderlich ist?
Ja. Osteopathie ersetzt keine notwendige ärztliche Diagnostik.
Bei akuten oder unklaren Beschwerden, starken Schmerzen, Fieber, Lähmungserscheinungen, neurologischen Ausfällen oder nach schweren Verletzungen sollte zunächst eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Erst anschließend kann beurteilt werden, ob eine osteopathische Behandlung ergänzend sinnvoll ist.
Ganzheitliche Osteopathie in meiner Praxis in München
In meiner Praxis betrachten ich jeden Menschen individuell. Deshalb nehme ich mir Zeit für eine ausführliche Anamnese, eine sorgfältige Untersuchung und eine Behandlung, die auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmt ist.
Mein Ziel ist es, funktionelle Zusammenhänge zu erkennen und Ihren Körper mit gezielten manuellen Techniken in seiner natürlichen Beweglichkeit und Regulation zu unterstützen.
Wenn Sie mehr über Osteopathie erfahren oder einen Termin vereinbaren möchten, freue ich mich darauf, Sie persönlich kennenzulernen.
Praxis für Osteopathie - Josephine Schulz
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